Hilfe für Alle

Steuererleichterungen

Für Beschäftigte sind Bonuszahlungen ihrer Arbeitgeber bis zu insgesamt 1.500 € in diesem Jahr steuerfrei.

Freiberufler, Selbstständige und andere Unternehmer können eine
Stundung fälliger Steuerzahlen und eine Anpassung von Vorauszahlungen verlangen.
  • Einkommen- und Körperschaftssteuer, Umsatzsteuer und Kraftfahrzeugsteuer
  • Befristet und grundsätzlich zinsfreie Stundung
  • Antrag beim Finanzamt bis zum 31. Dezember 2020
  • Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler
  • Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer und den Messbetrag für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen
  • Antrag beim Finanzamt
  • Sobald klar ist, dass die Einkünfte der Steuerpflichtigen im laufenden Jahr voraussichtlich geringer sein werden als vor der Corona-Pandemie erwartet, werden die Steuervorauszahlungen unkompliziert und schnell herabgesetzt
  • Aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie können in diesem Jahr fällige Steuerzahlungen nicht geleistet werden
  • Unmittelbare Betroffenheit (Der Wert entstandener Schäden muss nicht im Einzelnen belegt werden)
  • Antrag bis 31. Dezember 2020 beim zuständigen Hauptzollamt

Beitragserleichterungen

Wenn der Geschäftsbetrieb wegen der Corona-Krise ruht bzw. stark zurückgefahren werden muss, besteht die Möglichkeit auch außerhalb der gegenwärtigen Corona-Krise.

  • Es bestehen ernsthafte Zahlungsschwierigkeiten oder im Falle der sofortigen Einziehung der Beiträge würden solche Schwierigkeiten entstehen
  • Stundung für die Monate März und April 2020 möglich
  • Antrag bei zuständiger Krankenkasse
Die Möglichkeit einer Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen ist in § 76 Abs.
2 Satz 1 Nr. 1 SGB IV geregelt.
  • Ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten in Folge der Corona-Krise
  • Sofortige Einziehung wäre mit erheblichen Härten für das Unternehmen verbunden. Eine erhebliche Härte ist gegeben, wenn es sich aufgrund ungünstiger wirtschaftlicher Verhältnisse vorübergehend in ernsthaften Zahlungsschwierigkeiten befindet oder im Falle der sofortigen Einziehung der fälligen Sozialversicherungsabgaben in diese geraten würde
  • Der Anspruch wird durch die Stundung nicht gefährdet. Das ist der Fall, wenn die Zahlungsschwierigkeiten nicht nur vorübergehend sind oder eine Überschuldung in absehbarer Zeit offensichtlich nicht abgebaut werden kann
Die Rentenversicherung wird zu einem späteren Zeitpunkt eine rückwirkende
Überprüfung des Versicherungsverhältnisses vornehmen und die Höhe der
Beiträge den tatsächlichen Verhältnissen anpassen. Der Zeitpunkt der
Überprüfung wird den Betroffenen vorab mitgeteilt.
  • Selbständige, die in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig sind
  • Durch die Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten
  • Aussetzung der Beitragszahlung bis 31. Oktober 2020
  • Dies gilt auch für Beiträge, die aufgrund einer Stundungsvereinbarung in Raten gezahlt werden
  • Formloser Antrag auf Aussetzung der laufenden Beitragszahlungen an Ihren Rentenversicherungsträger unter Hinweis auf die Corona-Pandemie
  • Schriftlich, telefonisch oder elektronischer Weg
  • Die kostenfreie Service-Telefon der Rentenversicherung steht unter der Nummer 0800 1000 4800 zur Verfügung www.deutsche-rentenversicherung.de

Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Mit der Verkündung des Gesetzes zur Abmilderung der Folgen der Covid-19-Pandemie treten die Vorschriften zur Aussetzung der Insolvenzantragspflichten in Kraft. Die gesetzliche Regelung gilt rückwirkend ab dem 1. März 2020 und gilt vorerst bis zum 30. September 2020

Das Gesetz sieht im Bereich Insolvenzrecht diese 5 Maßnahmen vor:

Die dreiwöchige Insolvenzantragspflicht wird vorübergehend bis zum 30. September ausgesetzt. Dies gilt nur für Fälle, in denen die Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung muss auf den Folgen der COVID-19-Pandemie beruhen. Zudem müssen Aussichten auf eine Beseitigung der Zahlungsunfähigkeit bestehen. Antragspflichtige Unternehmen sollen die Gelegenheit erhalten, ein Insolvenzverfahren durch Inanspruchnahme staatlicher Hilfen, gegebenenfalls aber auch im Zuge von Sanierungs- oder Finanzierungsvereinbarungen, abzuwenden.

Geschäftsleiter haften während der Aussetzung der Insolvenzantragspflichten nur eingeschränkt für Zahlungen, die sie nach Eintritt der Insolvenzreife des Unternehmens vornehmen.

Während der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht an von der COVID19-Pandemie betroffene Unternehmen gewährte neue Kredite sind nicht als sittenwidriger Beitrag zur Insolvenzverschleppung anzusehen.

Während der Aussetzung erfolgende Leistungen an Vertragspartner sind nur eingeschränkt anfechtbar.

Die Möglichkeit von Gläubigern, durch Insolvenzanträge Insolvenzverfahren zu erzwingen, werden für drei Monate eingeschränkt.

Ausweitung des KUrzarbeitergeldes

Mit Wirkung zum 1. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020 

  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld, kurz: KUG, wenn mindestens 10 % der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 % haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 % erstattet.
  • Der Bezug von KUG ist bis zu 12 Monate möglich.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf KUG.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zur Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.
  • Bei Aufnahme einer Nebenbeschäftigung in einem systemrelevanten Bereich bleibt das Nebeneinkommen in der Zeit vom 01.04.2020 bis 31.10.2020 anrechnungsfrei, soweit das Entgelt aus dem Nebeneinkommen mit dem verbliebenen Ist-Entgelt das Soll-Entgelt nicht übersteigt.
  • Die weiteren Voraussetzungen zur Inanspruchnahme von KUG behalten ihre Gültigkeit.

Erleichterter Zugang zur Grundsicherung

Als Teil des Sozialschutz-Pakets wird durch eine Änderung des Sozialgesetzbuch II der Zugang zu Sozialleistungen erleichtert. Somit wird der Bezug von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende, auch als Arbeitslosengeld II oder AGL II bekannt, einfacher
Sollten Sie schon Grundsicherung erhalten und endet Ihr Bezug zwischen dem 31. März 2020 und dem 30. August 2020, so zahlt die Bundesagentur für Arbeit auch ohne Weiterbewilligungsantrag automatisch weiter.

  •  Sie sind von Kurzarbeit betroffen oder beziehen Arbeitslosengeld. Ihr Einkommen ist deshalb so gering, dass Sie sich Ihren Lebensunterhalt nicht mehr sichern können.
  • Sie sind Kleinunternehmer, Freiberufler oder Solo-Selbstständiger. Ihre finanzielle Situation hat sich drastisch verschlechtert, weil Sie durch die Corona-Krise einen Großteil Ihrer Aufträge oder Kundschaft verloren haben.

aussetzung der Vollstreckung von Steuerschulden

Das Bundesministerium für Finanzen verzichtet bis zum 31. Dezember 2020 auf die Vollstreckung von überfälligen Steuerschulden. Dies betrifft die Einkommen- und Körperschaftssteuer sowie die Umsatzsteuer. Säumniszuschläge, die in dieser Zeit gesetzlich anfallen, sollen erlassen werden.

Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz

In den ersten 6 Wochen Entschädigung in Höhe des Verdienstausfalles

Ab der 7. Woche Entschädigung in Höhe des Krankengeldes der Krankenkasse

Arbeitgeber müssen in den ersten 6 Wochen die Entschädigung zahlen

Ab der 7. Woche oder wenn selbstständig tätig, ist die Entschädigung durch die zuständige Behörde zu zahlen

Bei Kita- oder Schulschließung wird die Entschädigung bis zu 6 Wochen lang in Höhe von 67 % des Nettoeinkommens oder höchstens 2.016 € gezahlt

• Antragsfrist: Innerhalb von drei Monaten nach Ende der Quarantäne/ des Tätigkeitsverbots

Aufgrund des Infektionsschutzgesetzes unter Qurantäne gestellt oder mit einem Tätigkeitsverbot belegt, ohne krank zu sein

Erleiden eines Verdienstausfalles, der nicht durch eine andere zumutbare Tätigkeit ausgeglichen werden kann

• Betroffen als:

  • Arbeitnehmer, Selbständiger oder Freiberufler
  • Arbeitgeber, der seinen Beschäftigten die Entschädigung zahlt

Außerdem betroffen als berufstätige Eltern & Pflegeeltern von betreuungsbedürftigen Kindern, die:

  • das zwöfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder
  • eine Behinderung haben und auf Hilfe angewiesen sind und
  • deren Schulen oder Kindertagesstätten geschlossen wurden und
  • für die es keine alternative & zumutbare Möglichkeit gibt, eine Betreuung herzustellen
  • Gilt nicht für: gesetzliche Feiertage, Schul- oder Kitaferien

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